Partizipation von Anfang an – Mitbestimmung im Krippenalltag

Partizipation ist ein Kinderrecht und beginnt nicht erst im Kindergarten. Bereits Säuglinge und Kleinkinder bringen ihre Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen zum Ausdruck. Sie ernst zu nehmen und ihnen altersgerechte Mitbestimmung zu ermöglichen, gehört zu einer partizipativen pädagogischen Haltung.

Doch wie können Kinder mitbestimmen, die sich noch nicht oder nur eingeschränkt sprachlich ausdrücken können? Wo entstehen im Krippenalltag echte Entscheidungsmöglichkeiten? Und wie lassen sich Beteiligung, Fürsorge und die Verantwortung der Erwachsenen miteinander verbinden?

Diese Fortbildung verbindet fachliche Grundlagen mit der Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns und praxisnahen Methoden für den U3-Bereich. Die Teilnehmenden setzen sich mit Machtverhältnissen, alltäglichen Schlüsselsituationen und konkreten Beteiligungsmöglichkeiten auseinander, um Partizipation bewusst im Krippenalltag zu verankern.

Inhalte der Fortbildung

1. Die partizipative Haltung im U3-Bereich

  • Feinfühligkeit als Grundlage: Signale von Säuglingen und Kleinkindern wahrnehmen, verstehen und angemessen beantworten
  • Macht und Verantwortung: Das eigene pädagogische Handeln und bestehende Entscheidungsstrukturen reflektieren

2. Partizipation in den Schlüsselsituationen

  • Mitbestimmung bei Mahlzeiten: Essensauswahl, Portionsgrößen und Platzwahl
  • Pflege- und Schlafsituationen feinfühlig und unter Berücksichtigung der kindlichen Selbstbestimmung gestalten

3. Methoden der Beteiligung für Kleinkinder

  • Altersgerechte Beteiligungsmöglichkeiten: Bildkarten, einfache Abstimmungsverfahren und weitere Formen der Mitentscheidung
  • Raumgestaltung: Eine Umgebung schaffen, die selbstständige Entscheidungen über Spielmaterialien, Spielorte und Spielpartner ermöglicht

Zielgruppe

Pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte sowie Krippenteams im U3-Bereich.

Format

Tagesseminar oder Inhouse-Schulung.

Fortbildung anfragen →